Mittwoch, 3. September 2014

Es war einmal..

..genau vor 365 Tagen, dass ich in den Zug nach Freising stieg und somit die erste Etappe meiner langen Reise nach Rumänien auf mich nahm. Nach München, einen Tag Budapest, Seminar in Brasov--> Targu Mures.

Wie sich das jetzt anfühlt? Weit weg..

Das Busticket kostet 2,20€!!!, der Verkehr scheint hier in Deutschland fast eingeschlafen und übervorsichtig, alles wirkt viel organisierter, geplanter.

Es kommt mir vor, als wäre ich schon lang nicht mehr in Rumänien gewesen, hätte die Kinder eine lange Zeit nicht gesehen.
Manchmal kommt es erstens eben alles anders und zweitens wie man denkt.
Ich hatte eine schöne Abschiedsfeier, wunderbare letzte Tage, habe die Zeit genutzt.
Das Weggehen..weder überschwänglich tränenreich noch dramatisch..ich dachte, ich könnte noch nicht realisieren, dass es kein baldiges Wiedersehen geben wird.., dass nach dem Schluss-Seminar in Pappritz keine 24 stündige Rückreise erfolgt.
Doch auch jetzt bleib ich cool, heul nicht ins Kissen..
Das liegt nicht daran, dass ich mit der Sache gnadenlos abgeschlossen habe oder kaltherzig bin.
Ich weiß..in 24 Stunden bin ich für 59€ wieder in Targu Mures, bei meinen Kindern, in der schönsten Stadt Rumäniens.. Alles kann, nichts muss.

Entfernung hat nun eine ganz andere Bedeutung.
Sie trennt Menschen nicht, baut keine Barrieren, sorgt nicht für Fernweh.
Sie macht das Wiedersehen möglich, provoziert Abenteuer, gestattet Sehnsucht.


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